Bierstadt Radeberg

Bierstadt Radeberg

wapppen 1507Erstes Radeberger Stadtwappen von 1507

1507, 22. Dezember (Locat 14 275 „Confirm. privil.“ vol. I,
Blatt 285-286. Lauckner „Die Städtewappen im einst mark-meißnischen Gebiet“. – Martius, Seite 10. –
R. Limpach „Das Radeberger Wappen“ im „RKL“ 6/1962)
Die Stadt Radeberg erhält von Herzog Georg einen Wappenbrief ausgestellt.
Darin wird das bereits bestehende Stadtwappen vermehrt: „haben wier auß fürstlicher obrigkeitt mit wohlbedachtem muthe, guttem rathe und rechten wissen gemeltten burgermeister und rathe oberurter vnser stadt Radebergk ein wapen vnd kleinadt (Wappen und Kleinod), nemlich einen schiltt, mit einem gelben oder goltfarben felde, darinnen entspringende ein halb rodt radt, darauf tretende ein blauer lebe (Löwe) mit auffgethanem munde mit einem bloßen schwertt, oben durch den rucken ein biß in die nabe des rades durchstochen, in allermaßen dasselbige wapen und kleinadt in der mitte dieses kegenwertigen vnsers briffes mit farben eigentlich gemalet und außgestrichen ist, von neuem gnediglichen vorlien vnd gegeben ...“
Diese Wappenbriefe waren eine besondere Auszeichnung, und nach Lauckner besitzen nur 6 ehemals mark-meißnische Städte derartige Wappenbriefe: „Annaberg 1501, Radeberg 1507, Hartha 1512, Pirna 1549, Augustusburg 1564, Glashütte 1912.“
Quelle: Kleine Chronik einer alten Stadt – 15. Folge von R. Limpach


„Sachsen gut gewappnet –
Land, Städte und Kreise im Wappenbild”

KlippensteinAusstellung des Hauptstaatsarchivs Dresden in Kooperation mit Schloss Klippenstein Radeberg
Aus Anlass des 500-jährigen Jubiläums des Radeberger Wappens zeigt Schloss Klippenstein die Ausstellung „Sachsen gut gewappnet“ des Hauptstaatsarchivs Dresden.
Am 22. Dezember 1507 verlieh Georg der Bärtige der Stadt Radeberg den Wappenbrief. Das Original mit seiner gemalten Vorlage ist bei einem Stadtbrand vernichtet worden.
In anschaulicher und lebendiger Weise informiert die Ausstellung über Herkunft und Geschichte der Wappen sowie über die Grundsätze der Heraldik. An Beispielen des sächsischen Staatswappens und von ausgewählten Stadt- und Kreiswappen wird dem Betrachter die geschichtliche Entwicklung des Wappenwesens präsentiert. Die Spannbreite reicht von den Anfängen der Heraldik in der ritterlichen Kultur des Mittelalters bis zu den kommunalen Wappen in der Gegenwart. Die Vielfalt der Wappen wird dem Besucher anschaulich vor Augen geführt.
Ergänzt wird die Ausstellung mit Objekten zum Radeberger Wappen aus der Sammlung des Museums Schloss Klippenstein.
Die Wiedererrichtung des Freistaates Sachsen und die neugewonnene kommunale Selbstverwaltung führten seit 1990 zu einem Aufschwung des Wappenwesens. Wappen dienen nicht nur als Erkennungs-, sondern auch als Identifikationszeichen, mit dem ein Zusammengehörigkeitsgefühl der Bürger eines Landes, eines Kreises oder einer Gemeinde verbunden ist. Auf Flaggen, Uniformen, Urkunden, Portalen und Biergläsern begegnen uns Wappen heute im Alltag. Neben neu eingeführten Wappen erhielten auch jahrhundertalte Wappen wie die von Leipzig und Dresden eine neue Bedeutung.
Die Ausstellung ist vom 27. Juni bis 16. September zu sehen und wird am 26. Juni 2007, 17.00 Uhr, eröffnet.
Sächsisches Staatsarchiv, Hauptstaatsarchiv Dresden
Museum Schloss Klippenstein Radeberg