Radeberger Brauerei in der Umweltallianz Sachsen
Am Montag, 21.04.08, besuchte der Sächsische Staatsminister für Umwelt und Landwirtschaft, Prof. Roland Wöller, die Radeberger Exportbierbrauerei. Im Rahmen eines etwa einstündigen Besuches erhielt Staatsminister Prof. Wöller bei einem durch die Geschäftsleitung der Radeberger Exportbierbrauerei geführten Rundgang einen kurzen Einblick in die Arbeitsweise des Unternehmens und widmete dabei der Thematik Umweltverhalten besondere Aufmerksamkeit. Im Anschluss erhielt die Radeberger Exportbierbrauerei die Urkunde zur Aufnahme in die „Umweltallianz Sachsen“ offiziell überreicht. Dem ging die Sichtung und Prüfung der durch die Radeberger Exportbierbrauerei bereits 2005 erstmals erfolgreich erworbenen ISO-Zertifizierung Umwelt, DIN EN ISO 14001, durch das Sächsische Staatsministerium voraus.
Umweltallianz Sachsen - Umwelt und Wirtschaft
Bereits 1998 hat der Freistaat Sachsen die Umweltallianz Sachsen Umwelt und Wirtschaft aus der Taufe gehoben. Damit war Sachsen das zweite Land neben dem Freistaat Bayern, das mit der Umweltallianz einen neuen Weg des partnerschaftlichen Dialoges für die weitere Entlastung der Umwelt eingeschlagen hat. Grundlage ist eine vertragliche Vereinbarung, die seitens der Wirtschaft durch die sächsischen Spitzenverbände und seitens der Sächsischen Staatsregierung durch den Ministerpräsidenten des Freistaates Sachsen sowie durch den Wirtschafts- und Umweltminister unterzeichnet wurde.
Der Erfolg der Umweltallianz Sachsen liegt im Ausbau der Partnerschaft zwischen Wirtschaft und Staat, die durch einen konstruktiven Dialog zu aktuellen Fragen des Umweltschutzes und auf dem Weg zu notwendigen Entscheidungsfindungen. Die positiven Wirkungen der freiwilligen Kooperation zwischen der Sächsischen Staatsregierung und der sächsischen Wirtschaft im betrieblichen Umweltschutz sind ein spürbarer Beitrag zur Sicherung und zum Ausbau des umweltfreundlichen Wirtschaftsstandortes Sachsen. Die Wirtschaft hat erkannt, dass betrieblicher Umweltschutz einen wichtigen Wettbewerbsvorteil schafft, Arbeitsplätze sichert oder sogar Impulse für neue Beschäftigungsmöglichkeiten initiiert. Die Umweltallianz zählt heute über 500 Teilnehmer aus allen Unternehmensbereichen. Das Spektrum reicht von Handwerksbetrieben über Dienstleister, Krankenhäuser, Wasser- und Energieversorger, Verkehrsbetriebe, Unternehmen der Ernährungswirtschaft oder der chemischen Industrie bis hin zu industriellen Großunternehmen der Halbleiter- oder Autoindustrie. Diese Unternehmen leisten einen freiwilligen Beitrag für den Umweltschutz über das gesetzlich geforderte Maß.
Im Gegenzug gewährt der Freistaat Sachsen verschiedene Vorteile: Alle Unternehmen, die gemäß der EMAS-Verordnung registriert sind, erhalten seit 31.12.2005 eine Gebührenermäßigung von 30 Prozent bei der Zulassung und Überwachung von Anlagen im Abfall-, Immissionsschutz- und Wasserbereich.
Alle Teilnehmer der Umweltallianz können kostenlos den Internetdienst von www.umwelt-online.de in Anspruch nehmen und erhalten damit Zugang zu allen Gesetzen und Verordnungen des Umweltrechts der EU, des Bundes und des Freistaates Sachsen sowie der anderen Länder.
Alle Teilnehmer sind berechtigt, das Logo der Umweltallianz Sachsen in der Geschäftskorrespondenz, im Internetauftritt sowie bei Vorträgen und darüber hinaus auf den Produkten zu verwenden und damit die eigenen Umweltleistungen öffentlich darzustellen Am 29.02.2008 zählte die Umweltallianz Sachsen Umwelt und Wirtschaft 535 Teilnehmer.
Sächsisches Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft. Text und Foto Radeberger Heimatzeitung
DIE GESCHICHTE DER RADEBERGER EXPORTBIERBRAUEREI
RADEBERGER PILSNER. Schon immer besonders.
Im Jahr 1872 wurde in Radeberg der Grundstein der Radeberger Exportbierbrauerei gelegt und seitdem wird dort ununterbrochen Radeberger Pilsner gebraut. Firmenziel war es von Beginn an, ein qualitativ hochwertiges Bier Pilsner Brauart herzustellen. Dieser Grundsatz wurde in Radeberg zum Leitbild von Generationen.
Als Königlich-Sächsisches Tafelgetränk und Kanzlerbräu für Fürst Otto von Bismarck erfuhr Radeberger Pilsner bereits in den Anfängen des 20. Jahrhunderts eine hohe Würdigung und kam bald deutschlandweit zum Ausschank. Ausdruck der fortwährend guten Qualität von Radeberger Pilsner waren zudem zahlreiche Auszeichnungen und Anerkennungen anlässlich verschiedenster Fachausstellungen. Auch in den Jahren der DDR hielt Radeberger Pilsner an seiner Erfolgsgeschichte fest, avancierte im Lande zu einer äußerst begehrten Marke und über die Grenzen hinaus zu einem wichtigen Exportprodukt.
1990 wurde die Radeberger Exportbierbrauerei von der Radeberger Gruppe (damals: Binding-Gruppe) in Frankfurt/Main erworben. Damit gewann die sächsische Brauerei einen starken Partner, durch dessen Rückhalt der Erfolgszug von Radeberger Pilsner auch unter ganz neuen Bedingungen fortgesetzt werden konnte. Zur Sicherung der qualitativen und quantitativen Basis für das Premiumprodukt wurde in den Ausbau der Brauerei seitdem nochmals stark investiert.
Die Radeberger Exportbierbrauerei zählt heute zu den modernsten Brauereien in Deutschland. Sie ist damit auch künftig in der Lage, ihre Kapazitäten dem Markt problemlos anzupassen. Das Unternehmen beschäftigt am Standort Radeberg konstant etwa 250 Mitarbeiter. Radeberger Pilsner ist im Wettbewerb souverän aufgestellt und setzt weiterhin gezielt auf die qualitätsorientierte Gastronomie. Zudem gehört die Marke heute zu den Marktführern in der Listung der deutschen Konzern- und Kettenhotellerie. Renommierte Unternehmen wie Hyatt, Westin, InterContinental, Ifa Hotels und Resorts, Rezidor, Grand City, Leonardo-Hotels, Relexa und die InterCity Hotels bringen Radeberger Pilsner in allen ihren Häusern zum Ausschank.
Desgleichen haben sich viele Hotels der Unternehmen von Maritim, Steigenberger, Hilton, Kempinski, Best Western, Accor, Mövenpick und Dorint für die hochwertige Traditionsmarke entschieden. Auch die AIDA-Urlaubsschiffe führen Radeberger Pilsner seit mehr als zehn Jahren beständig an Bord.
Der Absatz von Radeberger Pilsner hat sich seit 1990 nahezu verfünffacht und trotzte auch 2009 erfolgreich dem Trend eines bundesweit insgesamt rückläufigen Biermarktes. Radeberger Pilsner hat sich fest in den Top Ten der deutschen Premiumbiere etabliert und ist klassisch als Monomarke positioniert, die sich mit Stolz ihrer Herkunft verpflichtet sieht. Diese konsequente und ganz bewusst gewählte Markenstrategie schließt die Herstellung von Biermischgetränken oder anderen Sortimentserweiterungen unter der Marke „Radeberger“ aus. Die Fokussierung ist Teil des Erfolges der Marke.
Deutschlandweit ist Radeberger Pilsner als engagierter Kulturförderer bekannt, und auch künftig setzt die Brauerei unabdingbar auf Qualität und Kompetenz in der Gastronomie, der Hotellerie und im Handel. Zudem verbindet die zentrale Markenkommunikation, die bereits seit 1992 die Dresdner Semperoper als Schlüsselbild der Marke zeigt, die Wertigkeit und den hohen Eigenanspruch von Radeberger Pilsner mit einem festen Herkunftsbekenntnis.
2010 ist für Radeberger Pilsner ein ganz besonderes Jahr: Am 25. April jährt sich zum 125. Mal die Umbenennung der ehemaligen „Aktienbrauerei zum Bergkeller“ in „Radeberger Exportbierbrauerei“. Seit 1885 zeugt nun bereits der Name der Brauerei von der besonderen Güte des Produktes, dessen hervorragende Qualität schon in dieser Zeit längeren Transportwegen standhielt. Denn die hohe Qualität brachte Radeberger Pilsner auch eine besonders gute Haltbarkeit und ermöglichte der Radeberger Exportbierbrauerei damit gut florierende Geschäfte weit über die sächsischen Landesgrenzen hinaus - in ganz Deutschland sowie als einer der ersten deutschen Brauereien ab 1903 gar in den USA und Kanada. Damit war ein wichtiger Grundstein für den bis heute andauernden Erfolg der Marke gelegt.
RADEBERGER PILSNER aus der Brauerei, die als einzige in Deutschland
ununterbrochen Bier nach Pilsner Brauart braut - seit 1872 und bis heute.
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